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INKA-Tagung: „Ökonomie = Ökologie / Ökologie = Demokratie“,

INKA-Tagung: „Ökonomie = Ökologie / Ökologie = Demokratie“,

mit Johannes Stüttgen, Gerhard Schuster u.a.

Wir wollen weiter an den Begriffen arbeiten, die uns als Menschheit einen Weg zeigen können, weg von einem Gestalten ganzheitlicher Zusammenhänge aus egoistischen Einzelinteressen heraus. Einen Weg hin zu Verhältnissen, in denen der einzelne Mensch in die Lage versetzt sein wird, sich künftig jeweils adäquat und orientiert an der Trias der Ideale Freiheit, Gleichheit und Solidarität einzubringen

• in alles geistig-kulturelle Leben mit seinen Auffassungen und Impulsen,

• im staatlich-politischen Leben mit Initiativen für neue Gesetze und als Gleicher unter Gleichen mit seiner Stimme im demokratischen Entscheiden und

• im Wirtschaftsleben mit seinem Sachverstand im gemeinsamen Zusammentragen der Urteilsgrundlagen für wirklich ökonomisches (also zugleich ökologisches und soziales) Handeln

(und in all dem unterstütz durch ein Geld- und Bankenwesen, das uns dienend in all unseren getroffenen Vereinbarungen begleitet).

Vor dem hier gezeichneten Bild von Ökonomie und Ökologie und der Ganzheitsgestalt der Erde sind wir aufgerufen, alte Strukturen zu überwinden und im Bewusstsein der Menschen den „Geist der Gesamtheit“ (Rudolf Steiner) zu wecken, um in demokratischer Verantwortung die rechtlichen Grundlagen für ein gedeihliches Zusammenleben auf unserer Erde zu sichern. „Ökonomie = Ökologie / Ökologie = Demokratie“, soll daher auch eine Tagung heißen, mit der wir zum Jahresausklang diese Fragen weiter bewegen wollen.

Zukunftsgespräche 50+1 Jahre INKA

Zukunftsgespräche INKA 50+1

Unser Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen des Internationalen Kulturzentrums Achberg konnte wegen der Corona-Pandemie im letzten Jahr nicht wie geplant stattfinden. Anstatt aber das vorbereitete Programm einfach ein Jahr später zu wiederholen, haben wir uns entschlossen, einen anderen Weg zu gehen. Wir wollen die angesetzten Juni-Tage für eine weniger im Detail geplante Begegnung nützen, um unter den Weggefährt·innen und Freund·innen des INKA mehr in offenen Formaten über die Herausforderungen der Zukunft ins Gespräch zu kommen und die Früchte der Arbeit der letzten 50 Jahre – so sie heute noch immer aktuell sind – darauf beziehen.

Das Zeitgeschehen der letzten Jahre hat sich zugespitzt. Wir stehen – blicken wir auf den Krieg in der Ukraine – in Europa und der Welt wie vor einem Scherbenhaufen, aber damit umso mehr vor unbeantworteten Fragen, die dringend einer Antwort bedürfen. Was waren die Versäumnisse in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, die uns an diesen Punkt geführt haben? Welche Aufgaben stellen sich uns jetzt, damit das 21. Jahrhundert noch gelingen kann? Was sind dabei die konkreten Herausforderungen der nächsten Jahre? Was haben wir dazu in petto?

Die so aufgeworfenen Fragen betreffen den Blick auf die Welt in ihrer sozialen, ökologischen und auch geistigen Dimension. Aber auch für das Internationale Kulturzentrum selbst stellt sich die Zukunftsfrage. Wie können wir die Weichen stellen, damit die Arbeit vor Ort auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten fruchtbar weitergehen kann? Wir können wir „unsere Schätze“, die Ideen und die Erfahrungen aus der 50-jährigen Arbeit für den sozialen Organismus, aber auch den äußeren Schatz des Humboldt-Hauses und seines Geländes drumherum, der Zukunft widmen?

Dazu haben wir im November des letzten Jahren einen Prozess mit Hilfe einer Begleitung durch die Theory U begonnen und im April diesen Jahres in einer weiteren Etappe fortgesetzt. Im Zuge dieser Arbeit zeigen sich schon einige Perspektiven, die wir bei unserem Zusammentreffen im Juni gerne im Kreis der Teilnehmer·innen vorstellen und beraten wollen.

* * *

Wir beginnen unsere “Zukunftsgespräche” am 16. Juni ab 14.00 Uhr mit einem “Tag der offenen Tür” und beginnen das eigentliche Treffen mit dem Abendessen um 19.00 und einer anschließenden Eröffnung.  Enden wird unsere Zusammenkunft am Sonntag, dem 19. Juni, mittags.

 

Flyer und Programm:

https://kulturzentrum-achberg.de/zukunftsgespraeche-inka-50und1/

 

Joseph Beuys, das INKA und die „Honigpumpe am Arbeitsplatz“

Das Zusammenwirken des INKA mit Joseph Beuys

Im Rahmen unseres Jahresprogramms 50 Jahre Internationales Kulturzentrum Achberg nimmt auch Joseph Beuys eine zentrale Rolle ein. Er war von Beginn an bis zu seinem Tod im Jahr 1986 ein Mitarbeiter in den von hier ausgehenden Projekten wie auch in bei Kongressen und Veranstaltungen in Achberg.

1977, wurde der immer im Sommer stattfindende Achberger Jahreskongress kurzfristig in die documenta 6 nach Kassel verlegt und als Teil des Beuys-Beitrages „Honigpumpe am Arbeitsplatz“ veranstaltet. Peter Schata, der den Auftakt zu unserer Tagung bestreitet, verbrachte vor und während der documenta mehrere Monate in Kassel, um den Jahreskongress in den „Arbeitsplatz“ zu integrieren.

Auch freuen wir uns, Aloys Wilmes für die Tagung gewonnen zu haben. Er war der Geschäftsführer jener Pumpenfabrik, die 1977 für Beuys die technsiche Seite der „Honigpumpe“ realiserte. Wilmsen hat in diesem Jahr dazu ein kleines Büchlein verfasst und wird uns aus seinen immer noch sehr lebendigen Erinnerungen berichten.

Bezüge zur weiteren Achberger Arbeit in ihrer Aktualität bis heute werden von Uwe Scheibelhut und Florian Wagner beigesteuert.

Programmablauf:

Samstag, 10. Juli, 15.00 | Wie es kam, dass der Achberger Jahreskongress 1977 Teil einer Kunstaktion wurde und nicht in Achberg sondern in Kassel auf dem Arbeitsplatz der Honigpumpe von Joseph Beuys im Rahmen der documenta 6 stattfand – mit Peter Schata,
Krefeld von 1972-1989 Mitarbeiter des INKA, seit 1976 Geschäftsführer des Achberger Verlags.

Samstag, 10. Juli, 20.00 | Buchpräsentation und Gespräch mit dem Herausgeber des Buches „Bienenfleiß – Joseph Beuys und die Honigpumpe aus dem Allgäu auf der Documenta 6, 1977“ – mit Aloys Wilmsen, Rheineck, ehemaliger Geschäftsführer und Vertriebsleiter jener Pumpenfabrik, die für Joseph Beuys 1977 die „Honigpumpe“ baute.

Sonntag, 11. Juli, 10.00 | Der „Arbeitsplatz“ in unserer Wirtschaftwelt – was ist der eigentlich? – mit Florian Wagner, Wien, Mitarbeiter European Credit Initiative und European Public Sphere.

Sonntag, 11. Juli, 15.00 | Von der „Honigpumpe am Arbeitsplatz“ zum Arbeitsplatz am „Honigdom“. Versuch einer Zusammenschau – mit Uwe Scheibelhut, Achberg, Internationales Kulturzentrum und Stiftung für Geisteswissenschaft und Dreigliederungsforschung e.V.

Let’s Economy – Conference on a Social and Ecological Future

Let’s Economy – Conference on a Social and Ecological Future

Internationales Treffen der European Credit Initiative und anderer Initiativen

Die European Credit Initiative lädt zu einer Konferenz für eine soziale und ökologische Zukunft. Was sind die Bausteine, die wir für ein zukunftsfähiges Wirtschaften brauchen?

Die soziale und ökologische Lage unserer Welt im 21. Jahrhundert macht eine Neuausrichtung unseres gesellschaftlichen Lebens nötig. Wenn wir das Drohende abwenden wollen, sind wir gefordert unser Leben als ganze Gesellschaft und als einzelne Menschen grundlegend zu verwandeln.

Unsere These ist: So wie die industrielle Revolution alles auf den Kopf gestellt hat, fordert uns die „ökologische Revolution“ dazu heraus, unsere Zivilisation im 21. Jahrhundert noch einmal neuzuerfinden. Dazu ist die Phantasie und Kreativität von allen Menschen gefordert. Wo werden wir als Menschheit stehen, wenn wir 2050 auf die zurückliegenden 30 Jahre blicken?

Es ist klar. Für diese Herausforderung brauchen wir neben vielem anderen auch eine neue Art des Wirtschaftens. Wie können wir die neuen Wege der Wirtschaft und des Geldes betreten? Um dies gemeinsam anzuschauen und zu beraten, wollen wir zusammenkommen.